Oft gar nicht. Die Entzündung verläuft meist chronisch und schmerzfrei. Zahnfleischbluten und - schwellungen sind das häufigste Warnsignal. Nur ein regelmäßiges Screening beim Zahnarzt gibt Sicherheit.
Gesundes Zahnfleisch – fester Halt für Ihre Zähne
Parodontitis, die Entzündung des Zahnhalteapparats, ist eine Hauptursache für Zahnverlust. Ihre Auswirkungen gehen weit über den Mund hinaus.
Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung. Sie betrifft das Gewebe, das Ihre Zähne im Knochen verankert. Ohne regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt bemerken Sie die Erkrankung oft spät. Die Entzündung verläuft meist chronisch und schmerzfrei. Bis zur Diagnose kann bereits erheblicher Knochen- und Gewebeverlust entstanden sein.
Viele sind überrascht: Parodontitis betrifft nicht nur Zahnfleisch und Gewebe im Mund. Aktuelle Studien zeigen deutliche Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch ein erhöhtes Risiko für Alzheimer-Demenz wurde nachgewiesen. Eine Parodontitis-Behandlung tut somit mehr als nur Ihren Zähnen gut.
Gut zu wissen: Das Risiko für Parodontitis steigt nicht nur durch mangelnde Mundhygiene. Rauchen, Diabetes mellitus und ungesunde Ernährung sind weitere Faktoren.
Unsere Therapie beginnt mit einer systematischen Befunderhebung. Wir messen die Tiefen Ihrer Zahnfleischtaschen. Wir beurteilen den Knochenabbau und erfassen Risikofaktoren. Die eigentliche Behandlung ist das subgingivale Débridement. Das ist die professionelle Reinigung der Zahnfleischtaschen.
Bei Bedarf ergänzen wir sie durch Laserdesinfektion. Genauso wichtig ist die regelmäßige Nachsorge. Diese besteht aus über mindestens zwei Jahre hinweg genau getakteten professionellen Reinigungen und Kontrollen. Gemeinsam erarbeiten wir in dieser Zeit eine alltagstaugliche Mundhygienestrategie. Wir sprechen offen über Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes und Ernährung.
Die gute Nachricht: Parodontitis ist sehr gut behandelbar. Mit konsequenter Therapie und Nachsorge lässt sie sich dauerhaft kontrollieren und stoppen.
- Zahnfleischbluten beim Putzen
- Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
- Zahnfleischrückgang – die Zähne wirken »länger«
- Anhaltender Mundgeruch
- Lockere Zähne oder Zahnwanderungen
Behandlungsablauf
Befunderhebung
Vorbehandlung
Débridement
Kontrolle
Nachsorge
Ihre Fragen, unsere Antworten
Vollständig heilbar ist sie nach aktuellem wissenschaftlichem Stand nicht. Aber sie ist sehr gut behandelbar. Mit konsequenter Therapie und Nachsorge lässt sie sich dauerhaft unter Kontrolle bringen und stoppen. Verlorener Knochen bildet sich allerdings nicht von selbst zurück. Deshalb zählt die frühzeitige Diagnose..
Die Reinigung der Zahnfleischtaschen erfolgt mit speziellen, sehr feinen Instrumenten und ist in der Regel sogar ohne Betäubung durchführbar. Sollten Sie dennoch Schmerzen spüren, erhalten Sie selbstverständlich eine örtliche Betäubung.
Ja, die systematische Parodontitis-Therapie ist Kassenleistung. Das schließt die strukturierte Nachsorge ein. Ergänzende Leistungen wie die Laserdesinfektion sind teils privat. Wir informieren Sie vorab.
Die auslösenden Bakterien können übertragen werden, etwa zwischen Partnern. Ob daraus eine Erkrankung entsteht, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören Mundhygiene, Rauchen, Diabetes und Veranlagung.
Sehr viel. Tägliche Zwischenraumpflege, Rauchstopp, ein gut eingestellter Blutzucker bei Diabetes, gesunde Ernährung und das Einhalten der Nachsorgetermine sind zusammen wirksamer als jede einzelne Behandlung.
Zahnfleischrückgang kann ein Anzeichen sein, muss aber nicht. Auch zu festes Putzen oder andere Ursachen kommen infrage. Eine kurze Untersuchung bei uns gibt Ihnen Klarheit.
Ja, in vielen Fällen lässt sich das erreichen. Wird die zugrunde liegende Entzündung erfolgreich behandelt, kann sich der Zahnhalteapparat stabilisieren. Der Zahn bekommt wieder festeren Halt. Bereits verlorener Knochen bildet sich dabei allerdings nicht von selbst zurück. Deshalb ist frühes Handeln entscheidend